Die 100.000 Euro Frage, die sich die meisten Eltern nie stellen
Warum die größten Kosten der Elternschaft nicht Windeln und Kinderwagen sind. Und wie ihr verhindert, dass sie eine:r von euch alleine tragen muss.
Bevor unser Kind geboren wurde, haben mein Partner und ich Einkaufslisten gemacht. Stillkissen: 40 Euro. Wickeltisch: 100 Euro. Kinderwagen: 300 Euro für die Leihvariante. Erstausstattung Kleidung: viel geerbt, trotzdem ca. 100 Euro aus rein emotionalen Gründen in absurd süße Mini-Outfits gesteckt. Wir fühlten uns gut vorbereitet.
Heute, drei Jahre später, weiß ich: Diese Listen haben nicht einen Bruchteil der Kosten wiedergespiegelt, die da auf uns zukamen.
Zum Beispiel:
Die mehr als 100.000 Euro, die ich und mein Partner in den ersten drei Jahren nicht verdient haben, weil wir abwechselnd Voll-Elternzeit gemacht und dann beide in Teilzeit gegangen sind.
Die ausgebliebene Beförderung, die mein Gehalt langfristig um geschätzte 15 Prozent niedriger halten würde –hätte ich das Unternehmen nicht aus Frustration darüber schon längst verlassen.
Oder die Rentenlücke, die sich gerade auftut und die – konservativ gerechnet – auf einen sechsstelligen Betrag im Alter hinausläuft.
Das sind keine theoretischen Zahlen. Das ist meine Realität. Und die von Millionen Müttern (und auch ein paar Vätern) in Deutschland.




